Fallstudien

Vier Beispiele aus der Praxis, in denen FactNinja geholfen hat, Manipulation oder unethische Inhalte aufzudecken.

⚠️ Die Fälle sind illustrativ — Personen, Zahlen und Kontexte sind anonymisiert oder erfunden zu Demonstrationszwecken.

Journalistin Fall 01

Virales Bild „Fund von der Demonstration"

Eine Redakteurin einer Nachrichten-Website stieß auf ein virales Foto eines angeblichen „Dokuments" von einer Straßenproteste. Der Autor des Beitrags behauptete, es handele sich um offizielles Material einer politischen Partei.

Ergebnis: FactNinja stellte innerhalb von 30 Sekunden fest, dass die Typografie und das Logo nicht mit irgendwelchem öffentlichen Material der Partei übereinstimmen. Die Rückwärtssuche zeigte, dass das Bild erstmals von einem anonymen Profil im Forum 4chan veröffentlicht wurde.

Die Redaktion veröffentlichte die Nachricht nicht und berichtete über die Desinformationskampagne.

Lehrer Fall 02

Medienkompetenzunterricht an der Oberschule

Ein Lehrer für Sozialkunde nutzt FactNinja im Unterricht mit Schülern der 2. Klasse eines Gymnasiums. Jede Woche analysieren sie 2–3 reale Beiträge aus sozialen Netzwerken und diskutieren über Manipulationstechniken.

Ergebnis: Die Schüler lernten, emotionale Appelle, falsche Dichotomien und manipulative Fotokompositionen zu erkennen. In einer Umfrage am Ende des Semesters gaben 82 % der Schüler an, dass sie jetzt kritischer über Inhalte in sozialen Netzwerken nachdenken.

Der Lehrer teilt die analysierten Beispiele mit Kollegen über öffentliche Gruppen.

Wahlkampagne Fall 03

Unabhängige Bewertung der Ethik der Wahlkampagne

Ein Bürgerverein, der Wahlkampagnen überwacht, reichte Klage gegen eine politische Partei wegen des Verdachts auf xenophobe und rassistische Inhalte in ihren Kampagnenvisuals ein. Sie benötigten eine strukturierte und reproduzierbare Grundlage, damit das Gericht beurteilen konnte, ob die Visuals die Grenze der Meinungsfreiheit überschreiten.

Ergebnis: FactNinja hat ohne menschliches Eingreifen 47 Visualisierungen aus der Kampagne bewertet und bei 23 davon spezifische rhetorische und visuelle Techniken identifiziert (Dehumanisierung von Minderheitengruppen, falsche Assoziationen, verzerrte Statistiken). Die Ergebnisse wurden von Anwälten als unabhängige Fachgrundlage verwendet.

Das System funktioniert ebenso gut zur Bewertung der eigenen Kampagne vor der Veröffentlichung.

Forscher Fall 04

Kartierung der Desinformationskampagne auf Telegram

Ein Team von Forschern einer akademischen Einrichtung untersuchte ein Netzwerk von Telegram-Kanälen, die koordiniert nahezu identische Visualisierungen mit bearbeiteten Beschreibungen teilten. Sie mussten systematisch Hunderte von Bildern verarbeiten und deren manipulative Muster dokumentieren.

Ergebnis: Sie luden 312 Bilder hoch, kategorisierten sie in 8 Kategorien und erstellten eine öffentliche Gruppe mit Analysen. Basierend auf den Ergebnissen veröffentlichten sie eine begutachtete Studie über koordiniertes Informationsmanagement während der Landtagswahlen. Die Daten sind nachvollziehbar und einheitlich.

Die Gruppe ist öffentlich geteilt und dient auch als Lehrmaterial.